Erhöhung der Tabaksteuer: Vorschlag stößt auf Zustimmung

      Rp. Meinungsmonitor     Nach­gefragt; Kommentar / Meinung

Ein Vorschlag des Bundes­drogen­beauf­tragten Hendrik Streeck hat in den letzten Tagen für mediale Auf­merk­sam­keit gesorgt. Im Interview mit der BILD-Zeitung sagte Streeck, dass der Tabak­konsum in Deutsch­land jedes Jahr rund 131.000 Menschen das Leben koste und über 30 Milliarden Euro direkte Gesund­heits­kosten verursache. Er sehe daher in einer Erhöhung der Tabak­steuer keinen mora­lischen Zeige­finger, sondern eine Maß­nahme, die nach­weis­lich den Konsum senken könne. Die Ein­nahmen aus der höheren Tabak­steuer könnten dazu genutzt werden, im Gegen­zug die Mehr­wert­steuer auf Medika­mente zu senken.1 Volle Unter­stützung findet der Vorschlag u. a. beim Vorstands­vorsitzenden der Kassen­ärzt­lichen Bundes­vereinigung Dr. Andreas Gassen. Auch er fordert, dass die zusätzlichen Ein­nahmen direkt in das Gesund­heits­system fließen sollten.2

Der Rp. Meinungsmonitor (n = 227)3 hat ergeben, dass 51 % der Befragten einer Erhöhung der Tabak­steuer grund­sätzlich zustimmen, weitere 39 %, wenn die Einnahmen ins Gesund­heits­system fließen.

Sollte die Tabaksteuer erhöht werden?

1 Tagesschau-Meldung vom 30.01.2026 https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/cdu-spd-tabak-steuer-100.html

2 Pressemitteilung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung vom 30.01.2026 https://www.kbv.de/presse/pressemitteilungen/2026/gassen-befuerwortet-erhoehung-der-tabaksteuer

3 Rp. Meinungsmonitor im Rp. Praxis-Newsletter des DeutschenArztPortals vom 03.02.2026 bis 08.02.2026