Einführung einer Zuckersteuer – Mehrheit hält dies für gute Idee

      Rp. Meinungsmonitor     Kommentar / Meinung

In der letzten Woche hat die von Bundes­gesund­heits­ministerin Nina Warken eingesetzte Finanz­Kommission Gesund­heit (FKG) ihren ersten Bericht übergeben.

Dieser enthält 66 verschiedene Empfehlungen zur Stabili­sierung der Beitrags­sätze in der gesetz­lichen Kranken­versicherung. Die Empfeh­lungen betreffen die verschie­densten Bereiche der Gesund­heits­versorgung.1

Auch die Einführung von Konsum­steuern zur Stärkung der Prävention wird thematisiert. Es wird u. a. die Einfüh­rung einer Zucker­steuer auf zucker­haltige Erfrischungs­getränke empfohlen. Diese soll Anreize schaffen, Produkte mit einem geringeren Zucker­gehalt zu entwickeln. Die erwarteten Steuer­einnahmen werden auf rund 450 Millionen Euro geschätzt und sollen dem Gesund­heit­sfonds der GKV zur Verfü­gung gestellt werden. Deutlich höher, aber mit zeit­licher Verzö­gerung, könnten sich Kosten­einsparungen von 20 bis 170 Millionen Euro pro Jahr im GKV-System ergeben.1 Der Rp. Meinungsmonitor (n = 245)2 hat ergeben, dass insgesamt 77 % die Einführung einer Zuckersteuer für eine gute Idee halten.

Einführung einer Zuckersteuer – gute Idee?

1 Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit vom 30.03.2026 zum ersten Bericht der FinanzKommission Gesundheit und Empfehlungen zur Stabilisierung des Beitragssatzes zur Gesetzlichen Krankenversicherung ab 2027 (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/finanzkommission-gesundheit-ergebnisse-30-03-26
2 Rp. Meinungsmonitor im Rp. Praxis-Newsletter des DeutschenArztPortals vom 07.04. bis 12.04.2026