Antiadiposita als Kassenleistung

      Rp. Meinungsmonitor     Arznei­mittel

Die Prävalenz von Adipositas hat in den letzten Jahren weiter zugenommen, besonders bei Männern und im jungen Erwachsenen­alter. In Deutsch­land sind rund zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen über­gewichtig (BMI > 25 kg/m2). Ein Viertel der Erwachsenen ist adipös (BMI > 30 kg/m2).1 Über­gewicht und Adipositas sind mit einer ganzen Reihe von Begleit- und Folge­krankheiten assoziiert und verur­sachen hohe Kosten für das Gesund­heits­system und die Gesell­schaft.2

Eine medika­men­töse Therapie kann Betroffene bei der Gewichts­reduktion unter­stützen. Anti­adiposita wie Wegovy und Saxenda können dafür aber nur auf einem Privat­rezept verordnet werden, da diese laut Arznei­mittel-Richt­linie als Lifestyle-Arznei­mittel gelten, die nicht von der gesetz­lichen Kranken­versicherung über­nommen werden. Uns hat interessiert, wie Ihre Meinung dazu ist. Der Rp. Meinungs­monitor (n = 241)3 hat ergeben, dass rund die Hälfte der Befragten finden, dass Anti­adiposita eine Kassen­leistung sein sollten (24 % auf jeden Fall, 28 % wenn andere Maßnahmen keinen Erfolg zeigten).

Sollten Antiadiposita bei Adipositas eine Kassenleistung sein?

1 Prävalenz der Adipositas im Erwachsenenalter (https://adipositas-gesellschaft.de/ueber-adipositas/praevalenz/)

2 S3-Leitlinie Prävention und Therapie der Adipositas, Version 5.0, Stand 07.10.2024 (https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/050-001)

3 Rp. Meinungsmonitor im Rp. Praxis-Newsletter des DeutschenArztPortals vom 10.03.2026 bis 15.03.2026