Tabakentwöhnung und Lungenkrebs-Früherkennung

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Starke Raucherinnen und Raucher können nicht nur bei der Tabak­ent­wöh­nung Unter­stützung erhalten, sondern ab April auch eine Früh­erkennung auf Lungen­krebs in Anspruch nehmen.

Lungenkrebs-Früherkennung für Raucherinnen und Raucher

Ab April haben aktive und ehemalige starke Raucherinnen und Raucher im Alter zwischen 50 und 75 Jahren alle 12 Monate einen Anspruch auf eine Unter­suchung mittels Niedrigdosis-Computer­tomographie (NDCT). Ziel ist es, bei diesem besonders gefähr­deten Personen­kreis Lungen­krebs möglichst früh zu erkennen. Bevor das neue Screening aber genutzt werden kann, wird noch etwas Zeit vergehen, denn Ärztinnen und Ärzte, die bei den Versi­cherten die Voraus­setzungen für eine Screening-Teil­nahme prüfen und anschlie­ßend an eine radio­lo­gische Praxis über­weisen dürfen, benötigen eine beson­dere Fort­bildung. Radio­lo­ginnen und Radio­logen brauchen neben einer speziellen Fort­bildung die Geneh­mi­gung einer Kassen­ärzt­lichen Vereini­gung, um die NDCT-Aufnahmen anfertigen und begut­achten zu können.

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Verordnung von Arzneimitteln zur Tabakentwöhnung

Unter bestimmten Voraus­setzungen können Raucherinnen und Raucher bei der Tabak­ent­wöh­nung mit der Verord­nung von Medika­menten zur Raucher­ent­wöh­nung unter­stützt werden. Präparate mit den Wirk­stoffen Nicotin und Vareniclin können entsprechend der Arznei­mittel-Richtlinie auf Kassen­rezept verordnet werden, wenn die Voraus­setzungen erfüllt sind. Einen Anspruch haben Patien­tinnen und Patienten mit einer schweren Tabak­abhängig­keit, die an einem evidenzbasierten Ent­wöh­nungs­programm teilnehmen. Weitere Informa­tionen fasst die Praxis­hilfe für Sie zusammen.

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