Sorgsame Verordnung von Antibiotika
Erfreuliche Nachrichten: Die Zahl der Antibiotikaverordnungen in der vertragsärztlichen Versorgung in Deutschland ist im Jahr 2025 mit nur noch 27 Millionen Verschreibungen deutlich zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 11,5 %, wie eine aktuelle Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) zeigt. Neben der Entwicklung der Gesamtzahl der Verordnungen schlägt sich das rationale Verordnungsverhalten auch in der Wirkstoffauswahl nieder: Die Verordnungsrate von Fluorchinolonen bei unkomplizierten Harnwegsinfektionen ist eingebrochen. Während im Jahr 2015 noch 36 % der Patientinnen mit unkompliziertem Harnwegsinfekt ein Fluorchinolon erhalten hatten, waren es 2024 nur noch rund 6 %.

Abb.: Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi): Entwicklung der Antibiotikaverordnungen in der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung 2016–2025
Quelle: Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi): Grafik des Monats Mai 2026 (https://www.zi.de/das-zi/medien/grafik-des-monats/detailansicht/mai-2026)