RKI informiert zu hitzebedingter Mortalität
Der Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zur Aktivität von akuten respiratorischen Erkrankungen (ARE) dürfte vielen unserer Leserinnen und Leser bekannt sein.
Weniger bekannt ist vermutlich der Wochenbericht zu hitzebedingter Mortalität, der in den Sommermonaten Juni bis September veröffentlicht wird. Hitzeperioden, wie wir sie diesen Sommer besonders intensiv erlebt haben, führen in Deutschland regelmäßig zu einem Anstieg der Mortalität – insbesondere in der Altersgruppe ab 75 Jahren.
Nur in wenigen Fällen, beispielsweise beim Hitzschlag, führt die Hitzeexposition direkt zum Tod, in den meisten Fällen ist es eine Kombination aus Vorerkrankungen und Hitzeeinwirkung. Daher wird Hitze eher selten als zugrundeliegende Todesursache auf dem Totenschein angegeben. Um das Ausmaß hitzebedingter Sterbefälle abschätzen zu können, werden statistische Methoden angewendet. Die aktuelle Auswertung zeigt, dass es bis Ende Juli 2026 bundesweit bis zu schätzungsweise 10.000 hitzebedingten Sterbefällen kam (siehe Tab. 1).

Tab. 1: Schätzung hitzebedingter Sterbefälle im Sommer 2026, kumulativ bis KW 29/2026, mit 95-%-Prädiktionsintervall. Um den Schätzcharakter zu betonen, wird die geschätzte Anzahl hitzebedingter Sterbefälle auf die Zehnerstelle gerundet angegeben. Daher stimmen die Summen nur in etwa mit den Gesamtwerten überein. Negative Werte der unteren Prädiktionsgrenze bedeuten, dass die aufgrund des Hitzeeinflusses geschätzte Zahl von Todesfällen sich nicht eindeutig von normalen Schwankungen der Mortalität abgrenzen lässt.
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Quelle: Robert Koch-Institut, Wochenberichte zu hitzebedingter Mortalität