Neue S3-Leitlinie „Transition von jungen Menschen mit Adipositas von der Pädiatrie in die Erwachsenenmedizin“

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Mehr als die Hälfte der Erwachsenen in Deutsch­land hat Über­gewicht oder eine Adipo­sitas, bei Kindern und Jugendlichen waren es vor Beginn der COVID-19-Pandemie 15,4 % – Tendenz steigend. Denn während der Pandemie kam es zu einer erheblichen Zunahme von Über­gewicht und Adipo­sitas, und auch welt­weite Prognosen rechnen mit einem weiteren Anstieg. Das Fatale: Bei Jugend­lichen mit Adipo­sitas bleibt diese mit hoher Wahr­schein­lich­keit im Erwachsenen­alter bestehen – mit den bekannten gesund­heit­lichen (und ggf. sozialen) Folgen dieser erst seit Kurzem anerkannten chro­nischen Erkrankung.

Die neue S3-Leitlinie soll Ärztinnen und Ärzte bei einer alters­angepassten Betreu­ung von Jugend­lichen und jungen Erwachsenen mit Adipositas unter­stützen. Ziel ist es, die Eigen­ver­ant­wor­tung Betroffener zu stärken, die Lebens­qualität zu verbessern und Adipo­sitas-spezi­fische Morbi­dität und Morta­lität im Erwachsenen­alter zu verringern.

Die Leitlinienautorinnen und -autoren weisen zudem auf eine Diskrepanz im Bereich Diagnostik und Therapie der Adipo­sitas zwischen Pädiatrie und Erwachsenen­medizin hin. Die neue Leit­linie soll als Orien­tierungs­hilfe während der Transitions­phase dienen und thematisiert u. a. Ernäh­rungs- und Bewegungs­therapie sowie die medikamentöse Therapie.

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