Mehr als 138.000 Neudiagnosen von Borreliose 2024 in Deutschland

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Das Risiko an Borreliose zu erkranken variiert stark in Deutsch­land, das zeigt eine aktuelle Aus­wer­tung vom Zentral­institut für die kassen­ärzt­liche Ver­sor­gung (Zi): Während im Jahr 2024 im Westen Deutsch­lands insgesamt niedrige Inzi­denzen vorherrschen, sind die Erkran­kungs­raten insbe­sondere in Ost- und Süd­deutsch­land hoch. Bundes­weit stieg die Inzidenz 2024 (221 Fälle pro 100.000 GKV-Versicherte) leicht an (2023: 207 Fälle pro 100.000), lag aber niedriger als beim Höchst­wert 2020 (241 Fälle pro 100.000). Jährliche Schwan­kungen sind dabei nicht ungewöhnlich.

Die Einflussfaktoren auf die Borreliose­inzidenz sind viel­fältig. Klar ist, dass für Zecken günstige klima­tische Faktoren (milde Winter, warm-feuchte Perioden von Frühjahr bis Herbst) den Anstieg der Infek­tions- und Erkran­kungs­zahlen begünstigen, da sie die Akti­vitäts­dauer und die Häufig­keit von Zecken erhöhen. Die regional diffe­ren­zierte Aus­wer­tung der vertrags­ärzt­lichen Abrechnungs­daten ermöglicht es, regionale Prä­ven­tions­strategien zu entwickeln. Eine Schutz­impfung gegen Borre­liose steht in Deutsch­land bislang nicht zur Verfügung.