Hitze und Arzneimittel

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Der Sommer ist da – und mit den steigenden Temperaturen ein saisonales und hoch­relevantes Thema: die Auswirkungen der Kombination von Hitze und Arznei­mitteln. Hitze kann u. a. die körper­eigene Tempe­ra­tur­regu­lation und den Flüssig­keits­haus­halt beeinträchtigen sowie die Wirk­stoff­aufnahme und ‑ausscheidung verändern.

Einen ausführlichen Überblick hierzu sowie Maßnahmen zur Risiko­mini­mie­rung bietet die Heidel­berger Hitze-Tabelle, aus der die nach­folgenden Beispiele stammen.

Flüssigkeitsmangel und reduziertes Schwitzen

Harntreibende Diuretika, abführende Laxanzien oder die Schweiß­produk­tion steigerndes Levo­thyroxin können z. B. das Risiko für einen Flüssig­keits­mangel erhöhen, wohin­gegen Anti­psychotika wie Risperidon, Anti­histaminika der 1. Generation, Para­sympatho­lytika wie Scopolamin, Trizyklika wie Amitriptylin oder zentrale α2-Anta­go­nisten das Schwitzen redu­zieren können. Während bei einer Tendenz zum Flüssig­keits­mangel vor allem eine aus­rei­chende Flüssig­keits- und ggf. Elektrolyt­zufuhr wichtig ist, kann bei redu­zier­tem Schwitzen eine Ver­mei­dung des Medika­ments sowie ggf. eine Medika­menten­umstellung erforderlich sein.

Veränderte Wirkstoffaufnahme und -ausscheidung

In Bezug auf die Arznei­mittel­wirkung werden subkutan injizierte Wirkstoffe wie Insulin sowie trans­dermale Opioid-Pflaster bei Hitze häufig schneller aufgenommen, während renal elimi­nierte Arznei­stoffe wie Lithium ver­zögert ausgeschieden werden können. In beiden Fällen empfiehlt sich ggf. eine Dosis­anpassung sowie z. B. bei Insulin eine Kon­trolle des Blutzuckers.

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