429.000 Krankenhausbehandlungen wegen schwerer Atemwegsinfektionen in der Saison 2025/2026

      Newsletterbeitrag     Medizin / Wissen­schaft; SARS-CoV-2

Nach Hochrechnungen des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden in der vergangenen Winter­saison mehr als 400.000 Erkrankte mit schweren akuten respira­torischen Infek­tionen (SARI) stationär in deutschen Kranken­häusern behandelt. Die meisten Fälle (ca. 105.000; 24 %) gehen auf Influenza­infektionen zurück, Fälle mit dem Respira­torischen Synzytial-Virus (RSV) waren deutlich seltener (ca. 34.000, 8 %), ebenso Fälle mit COVID-19 (22.000; 5 %). Rund 22.700 der hospitalisierten Patientinnen und Patienten starben.

Insgesamt wurde die Wintersaison 2025/2026 als moderat eingestuft: Es kam in der Bevöl­kerung zu schätzungs­weise 180 Millionen akuten Atemwegs­erkran­kungen sowie rund 37 Millionen dadurch bedingten Arzt­besuchen. Die Zahlen verdeut­lichen die erheb­liche gesund­heit­liche Belastung durch Atemwegs­infektionen.

Impfungen und Hygienemaßnahmen schützen

Eine wichtige Maßnahme zum Schutz vor Ansteckungen und schweren Krankheits­verläufen sind Impfungen gegen Atemwegs­erreger, etwa gegen Influenza, COVID-19 sowie RSV und Pneumo­kokken. Auch das regel­mäßige Lüften von Innen­räumen und das Tragen einer Maske – insbesondere bei einer hohen Verbrei­tung von Atemwegs­erregern – können das Infek­tions­risiko weiter verringern.

Symptomatische Personen sollten möglichst 3–5 Tage und bis zu einer deut­lichen Besserung der Beschwerden zuhause bleiben und den Kontakt zu Personen mit einem erhöhten Risiko für schwere Krank­heits­verläufe wie Vorerkrankte, ältere Menschen, Schwangere oder Neugeborene meiden. Einen Über­blick über das aktuelle Infek­tions­geschehen bietet der ARE-Wochen­bericht des RKI.

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Quelle: RKI – Zahl des Monats