Sprechstundenbedarf (SSB)

Der sogenannte Sprechstundenbedarf umfasst alle Verbrauchsmaterialien (Arzneimittel, Verbandmittel, Hilfsmittel), die für mehr als einen Patienten verwendet werden, für Notfälle zur Verfügung stehen müssen oder bei einem ärztlichen Eingriff benötigt werden. Sprechstundenbedarf wird über die Gesetzliche Krankenversicherung abgerechnet und kann somit auch nur für gesetzlich Versicherte verwendet werden.

Erstattungsfähigkeit

Beim Bezug und beim Verordnen von Sprech­stunden­bedarf gelten die gleichen Regeln wie für das „normale“ Verordnen. So sind u. a. verschreibungs­pflichtige und nicht verschreibungs­pflichtige Arznei­mittel als Sprech­stunden­bedarf entsprechend der aktuellen Arzneimittel-Richtlinien erstattungsfähig. Die Menge des Sprech­stunden­bedarfs muss in einem angemessenen Verhältnis zu den Behandlungsfällen stehen.

Wirtschaftlichkeit

Für den Arzt ist auch beim Verordnen und Verwenden von Sprechstundenbedarf das Wirtschaftlichkeitsgebot verpflichtend, denn auch der Sprechstundenbedarf kann Gegenstand einer Wirtschaftlichkeitsprüfung sein und damit zu Regressforderungen bzw. Honorarkürzungen führen. Sprechstundenbedarf wird nach Durchschnitts­werten geprüft. Im Einzelfall kann auch eine Honorar­kürzung erfolgen, wenn der Arzt andere als die nach der Vereinbarung zulässigen Mittel verordnet hat.