Prüfung der wirtschaftlichen Verordnungsweise

Wirtschaftlichkeitsprüfungen sind gesetzlich vorgeschrieben und umfassen

  • die Zufälligkeits- bzw. Stichprobenprüfung und
  • die Richtgrößenprüfung oder Auffälligkeitsprüfung bei Überschreitung des Richtgrößenvolumens.

Eine Wirtschaftlichkeitsprüfung erfolgt auf Antrag der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), der Krankenkassen (KK) oder der Krankenkassenverbände, wenn

  • statistische Durchschnittswerte der Prüfgruppe überschritten werden (Durchschnittsprüfung)

oder

  • Unwirtschaftlichkeit im Einzelfall vorliegt (Einzelfallprüfung; Prüfung auf sonstigen Schaden).

Geprüft werden

  • Verordnungsweise – bezogen auf Arzneimittel, Verbandstoffe, Heilmittel und Sprechstundenbedarf, Behandlungsweise.

Ablauf des Prüfverfahrens

  • Der Arzt wird über die Einleitung eines Prüfverfahrens  informiert.
  • Der Arzt kann dazu Stellung nehmen und ist zur Mitwirkung verpflichtet, d. h. er muss benötigte Unterlagen sowie Auskünfte zur Verfügung stellen und kann zusätzliche (individuelle) Praxisbesonderheiten geltend machen (detaillierte Stellungnahme nützlich).
  • Ergebnis der Prüfung wird per Prüfbescheid bekannt gegeben.