Verordnungshilfe 6

Auswirkung von Rabattverträgen auf die Rezeptbelieferung in der Apotheke – Verordnungen mit Aut-idem-Kreuz

Apotheken sind verpflichtet, bevorzugt Rabattarzneimittel abzugeben, wenn der Arzt mit Setzen des Aut-idem-Kreuzes den Austausch des unter seinem Produktnamen verordneten Fertigarzneimittels nicht ausgeschlossen hat (Rahmenvertrag § 4 Absatz 1).

Das Aut-idem-Kreuz verhindert dabei die Substitution des verordneten Originals gegen ein wirkstoffgleiches Generikum oder den Austausch eines verordneten Generikums gegen ein anderes preisgünstiges Generikum.
Es kann dagegen nicht den Austausch des verordneten Original- gegen ein Importpräparat unterbinden und umgekehrt. Original- und Importpräparate gelten als identisch und damit als austauschbar (Rahmenvertrag § 5 und § 4 (4)).

Eine Verordnung über ein nicht rabattiertes Originalpräparat muss in der Apotheke mit einem rabattierten Importpräparat bzw. eine Importverordnung mit dem rabattierten Originalpräparat beliefert werden, sofern diese vorhanden sind.

Ist ein Generikum mit Aut-idem-Kreuz verordnet, wird dieses in der Apotheke abgegeben, unabhängig davon, ob es sich um ein Rabattarzneimittel handelt oder nicht.

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