Verordnungshilfe 4

Auswirkung von Rabattverträgen auf die Rezeptbelieferung in der Apotheke

Eine Vielzahl gesetzlicher Vorgaben beeinflusst die Rezeptbelieferung in der Apotheke. Hat der Arzt einen Austausch des verordneten Arzneimittels durch Setzen des Aut-idem-Kreuzes nicht ausgeschlossen und steht ein wirkstoffgleiches Rabattarzneimittel zur Verfügung, so ist die Apotheke verpflichtet, bevorzugt ein solches abzugeben.

Voraussetzungen für eine Arzneimittelsubstitution werden im Rahmenvertrag nach § 129 Absatz 2 SGB V festgelegt. Nach Rahmenvertrag § 4 Absatz 1 müssen das verordnete und das abzugebende Arzneimittel folgende Bedingungen erfüllen:

  • Gleicher Wirkstoff
  • Identische Wirkstärke
  • Identische Packungsgröße, d. h. identische N-Kennzeichnung
  • Gleiche oder austauschbare Darreichungsform
  • Mindestens eine übereinstimmende Indikation

Für Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen, die Inhalt der „Substitutionsausschlussliste“ (Anlage VII, Teil B der Arzneimittel-Richtlinie) sind, gilt allerdings ein generelles Austauschverbot in der Apotheke. Diese Arzneimittel müssen entsprechend der eindeutigen Verordnung an den Patienten abgegeben werden.

Die Verordnungshilfe stellt schematisch dar, in welchen Fällen der Patient bei einer Verordnung eines Arzneimittels ohne Aut-idem-Kreuz das verordnete Arzneimittel erhält und wann eine abweichende Rezeptbelieferung resultiert.

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