Die Substitutionsausschlussliste des G-BA
(Aut-idem-Liste)

Mit Wirkung zum 1. April 2014 wurde dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) übertragen, Arzneimittel zu bestimmen, deren Ersetzung durch ein wirkstoffgleiches Arzneimittel ausgeschlossen ist. Berücksichtigt werden sollen vor allem Arzneimittel mit geringer therapeutischer Breite (§ 129 Absatz 1a Satz 2 SGB V). Das trifft dann zu, wenn schon eine geringfügige Änderung der Dosis oder Konzentration des Wirkstoffs zu klinisch relevanten Abweichungen in der angestrebten Wirkung oder zu schwerwiegenden unerwünschten Wirkungen führt.

Verordnungshinweis:

Das Setzen des Aut-idem-Kreuzes ist beim Verordnen von Arzneimitteln der Substitutionsausschlussliste überflüssig.

Sie müssen allerdings eindeutig verordnet werden, da jeglicher Austausch der hier gelisteten Arzneimittel verboten ist. Der Name des Präparates und des Herstellers (auch beim Originalpräparat) oder die Pharmazentralnummer (PZN) definieren das gewünschte Arzneimittel genau.

Da es keine Möglichkeit gibt, die Substitutionsausschlussliste zu umgehen, z. B. bei Nichtverfügbarkeit des gewünschten Präparates im Not- oder Nachtdienst oder Lieferproblemen des Herstellers, ist für jede Änderung ein neues Rezept erforderlich.

Damit der Patient identische Folgeverordnungen erhält, sollten die verordneten Präparate der Aut-idem-Liste in die „Patientenkartei“ übertragen bzw. dokumentiert werden.

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